Infos für dich – Betreutes Wohnen & mehr

Hier erklären wir dir kurz und ohne Amtsdeutsch, wer wir sind, wie das Betreute Wohnen funktioniert und was bei uns sonst noch los ist.

Kurz gesagt

Wer wir sind und was wir machen

Wir sind Perspektivblick – ein Team aus Sozialpädagog*innen und Erzieher*innen in Oldenburg. Wir unterstützen junge Menschen, wenn es zu Hause gerade nicht läuft, du Stress hast oder einfach jemanden brauchst, der dich auf deinem Weg begleitet. Bei uns wirst du ernst genommen: Wir schauen gemeinsam mit dir, was du brauchst und was du erreichen willst.

Wohnen

Betreutes Wohnen – deine eigene Wohnung mit Unterstützung

Du bist 16 oder älter und kannst oder willst nicht mehr zu Hause wohnen? Im Betreuten Wohnen lebst du in einer eigenen kleinen Wohnung oder einer Zweier-WG. Du bist dabei nicht allein: Feste Betreuer*innen unterstützen dich bei allem, was auf dem Weg in ein eigenständiges Leben so ansteht – Schule oder Ausbildung, Anträge und Behörden, Geld, Gesundheit oder einfach, wenn dir alles zu viel wird.

Wenn es zu Hause richtig kracht und schnell eine Lösung her muss, gibt es bei uns außerdem Krisenplätze für eine vorübergehende Unterbringung. Dort kannst du erstmal zur Ruhe kommen, während wir gemeinsam klären, wie es weitergeht.

Gut zu wissen

  • Für junge Menschen ab 16 Jahren
  • Eigene Wohnung oder Zweier-WG
  • Feste Ansprechpersonen, die zu dir halten
  • Beantragt wird die Hilfe über das Jugendamt – wir helfen dir dabei, den Weg dahin zu verstehen
  • Telefonische Rufbereitschaft für Notfälle und Krisen
Mehr zum Betreuten Wohnen

Einblick

So sieht's bei uns aus

Hier bekommst du einen ersten Eindruck von einer unserer Wohnungen im Betreuten Wohnen.

Schlafzimmer in einer Betreutes-Wohnen-Wohnung: Bett mit Bettwäsche, daneben ein Fenster

Videorundgang durch eine unserer Wohnungen – tipp auf Abspielen.

Freizeit

Was bei uns los ist – Gruppen & Freizeit

Wir haben mehrere Sozialraumzentren in der Stadt Oldenburg. Dort ist jede Woche etwas los – kostenlos und ohne Druck. Komm einfach vorbei.

Klick auf ein Angebot – dann erfährst du mehr darüber.

Jeden Tag

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Alle zwei Wochen

FAQ

Häufige Fragen – kurz beantwortet

Das fragen uns junge Menschen oft, bevor sie bei uns einziehen. Ist deine Frage nicht dabei? Dann ruf uns einfach an.

Wer sind meine Betreuer*innen?

In der Regel bekommst du ein bis zwei Bezugsbetreuungen zugeteilt. Sie lernst du schon vor deinem Einzug im Betreuten Wohnen kennen. Die weiteren Betreuer*innen lernst du im Laufe der Zeit bei unseren verschiedenen Angeboten kennen. Die meisten Mitarbeiter*innen von Perspektivblick kannst du dir auch schon auf unserer Website anschauen.

Wie oft sehe ich meine Betreuer*innen?

In der Regel finden mehrmals in der Woche Termine und Treffen mit deine*r Bezugsbetreuer*in statt. Das hängt auch von deinem Bedarf ab. In einem Gespräch mit dem Jugendamt, dem sogenannten „Hilfeplangespräch“, wird vorab besprochen, wobei deine Bezugsbetreuung dich unterstützt.

Du siehst deine Betreuer*innen sowohl in Einzelkontakten als auch bei den verschiedenen Angeboten von Perspektivblick.

Darf ich meine Familie besuchen oder meine Familie mich?

Wenn mit dem Jugendamt nichts anderes besprochen wurde, darfst du deine Familie besuchen. Und auch deine Familie darf dich besuchen kommen. Besuche in den Wohnungen sollen aber immer vorab sowohl mit den Mitbewohnenden als auch mit der Bezugsbetreuung abgesprochen werden. So können sich alle in den eigenen vier Wänden wohlfühlen.

Sollte ein Treffen mit deiner Familie in der Wohnung nicht möglich sein, haben wir drei verschiedene Sozialraumzentren, die dafür genutzt werden können. Das kannst du gerne vorab mit deiner Bezugsbetreuung besprechen und planen.

Wie finanziere ich mich? Muss ich die Miete selbst bezahlen?

Du erhältst zu Beginn wöchentlich Haushalts- und Taschengeld von uns. Ausgezahlt wird es dir von deiner Bezugsbetreuung. Im weiteren Verlauf der Hilfe kann die Zahlung auf alle zwei Wochen oder auf einmal im Monat umgestellt werden. Das besprichst du dann individuell mit deiner Bezugsbetreuung.

Die Miete musst du nicht selbst zahlen. Nur die WLAN-Kosten werden von den Bewohnenden getragen: Sie betragen 25 € und werden je nach Wohnkonstellation auf alle Mitbewohnenden der Wohnung aufgeteilt.

Dürfen Freund*innen zu Besuch kommen?

Grundsätzlich dürfen Freund*innen zu Besuch kommen. Ähnlich wie bei Besuchen von Familienmitgliedern müssen auch diese Besuche vorab mit den Mitbewohnenden besprochen werden. Dazu gibt es feste Besuchsregelungen, die zu Beginn der Hilfe mit dir besprochen werden.

Kann ich mir die Wohnung vorher ansehen?

Ja! Vor jedem Einzug findet eine Besichtigung der Wohnungen statt, in die du möglicherweise einziehst. Dabei ist uns wichtig, dass du auch deine möglichen neuen Mitbewohner*innen vorab kennenlernst.

Darf ich mein Zimmer selbst gestalten?

Ja, du darfst dein Zimmer nach deinen Wünschen gestalten. Ein Bett und einen Kleiderschrank stellen wir dir, die restliche Einrichtung suchst du selbst aus. Auch die Wände dürfen gestrichen werden – wichtig ist nur, dass sie nach dem Auszug wieder weiß sind.

Habe ich Internet in meiner Wohnung?

Ja, jede Wohnung ist mit WLAN ausgestattet.

Was ist, wenn ich mich nicht wohlfühle?

Wenn du dich aus welchen Gründen auch immer nicht wohlfühlst, darfst du dich damit jederzeit an deine Bezugsbetreuung wenden. Gemeinsam schaut ihr dann, woran es liegt und was getan werden kann, damit es dir wieder besser geht.

Wenn du das Gefühl hast, dich damit nicht an deine Bezugsbetreuung wenden zu können, gibt es bei Perspektivblick zwei Vertrauenspersonen. Sie hören dir zu und nehmen jedes Anliegen ernst. Gemeinsam wird dann überlegt, ob es eine Lösung gibt. Alles passiert in deinem Tempo und in Absprache mit dir.

Und wenn du mit jemandem sprechen möchtest, der unabhängig von uns und vom Jugendamt ist, kannst du dich an die Ombudsstelle wenden: JOiN e. V. – Ombudschaft Nordwest (öffnet in neuem Tab). Dort hilft man dir in schwierigen Situationen weiter.

Was ist, wenn ich kein oder wenig Deutsch spreche?

Das ist bei uns überhaupt kein Problem. Wir alle haben Erfahrung mit jungen Menschen, die noch kein oder wenig Deutsch sprechen. Zu Terminen können Dolmetscher*innen hinzugezogen werden, und wir helfen dir dabei, einen Weg zu finden, wie du Deutsch lernen kannst.

Kann ich mitentscheiden, was mit mir passiert?

Bevor deine Hilfe startet, findet ein Gespräch mit dem Jugendamt statt – das Hilfeplangespräch. Dort werden gemeinsam Ziele für deine Hilfe besprochen und vereinbart. Diese Ziele können sich im Laufe der Zeit ändern. Ein Hilfeplangespräch findet in der Regel alle sechs Monate statt, dann werden die Ziele überprüft.

Es geht um deine Hilfe: In den Gesprächen darfst du deine Wünsche einbringen, Fragen stellen und natürlich auch sagen, wenn du an einem bestimmten Ziel gerade nicht arbeiten kannst – zum Beispiel, weil es dir nicht gut geht.

Wie sehen mögliche Ziele für die Hilfe aus?

Gemeinsam mit dir, Perspektivblick und dem Jugendamt (bei Minderjährigen sind auch die Erziehungsberechtigten dabei) schauen wir schon im Kennenlerngespräch, wo du gerade im Leben stehst und wobei Perspektivblick dich unterstützen kann. Die Ziele können sich im Verlauf der Hilfe ändern – und das ist absolut okay. Mögliche Ziele sind:

  • Schulabschluss oder Ausbildung
  • Den Umgang mit Geld erlernen
  • Eine Tagesroutine aufbauen, z. B. pünktlich aufstehen und später einen Schulplatz finden
  • Einen Sportverein finden
  • Einen Therapieplatz suchen und zur Therapie gehen
  • Meine Wohnung aufräumen und sauber halten
  • An Gruppenangeboten von Perspektivblick teilnehmen
  • Gut für mich sorgen und z. B. regelmäßig essen

Das sind Beispiele – jeder Hilfeplan sieht anders aus. Wichtig ist, dass er zu deiner aktuellen Lebenssituation passt.

Was ist, wenn ich bald 18 werde?

Bei uns werden junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren aufgenommen und betreut. Wenn die Hilfe vom Jugendamt bewilligt wird, kannst du also auch einziehen, wenn du bald 18 wirst oder schon 18 bist. Wohnst du bereits bei uns und wirst 18, kannst du einen Antrag auf Weiterbewilligung der Hilfe stellen. Deine Bezugsbetreuung unterstützt dich dabei.

Ich bin neu hier und kenne niemanden – wie wird das?

Das kann sich erstmal überwältigend anfühlen. Bei Perspektivblick bist du damit nicht allein: Wenn du in eine Wohngemeinschaft ziehst, lernst du deine Mitbewohner*innen schnell kennen.

Daneben gibt es bei uns eine ganze Reihe von Angeboten – von offenen wöchentlichen Angeboten wie Jugendcafé und Freitagstreff bis zu Musik-, Mädchen*-, Töpfer- oder Reitangebot. Mit Unterstützung deiner Bezugsbetreuung kannst du darüber hinaus neue Kontakte knüpfen. Auch die Stadt Oldenburg bietet viel für junge Menschen an – über ein neues Hobby lernst du ebenfalls Leute kennen. Bei der Suche danach hilft dir deine Bezugsbetreuung gerne.

Gibt es Freizeitangebote?

Es gibt eine ganze Reihe von Freizeitangeboten bei Perspektivblick. Jedes Jahr finden Ferienfahrten statt, zum Beispiel an die Ostsee oder nach Berlin. Daneben gibt es wöchentliche Angebote wie das Jugendcafé und den Freitagstreff – offene Angebote, zu denen alle kommen können, wie sie möchten. Dazu kommen die Mädchen*gruppe sowie Töpfer-, Reit-, Musik- und viele weitere Angebote. Genaueres erfährst du über deine Bezugsbetreuung.

Allen neuen jungen Menschen zeigen wir unsere verschiedenen Sozialräume in Oldenburg, in denen die Angebote stattfinden. Und wir begleiten dich zu den Angeboten, damit du in einem geschützten Rahmen an der Seite deiner Bezugsbetreuung die Angebote und die anderen jungen Menschen bei Perspektivblick kennenlernen kannst.

Kontakt

So erreichst du uns

Du kannst uns einfach anrufen oder eine E-Mail schreiben – auch, wenn du noch gar nicht genau weißt, was du brauchst. Wir hören zu und überlegen gemeinsam mit dir, was der nächste Schritt sein könnte. Du kannst dich auch direkt an das Jugendamt wenden, wenn du Hilfe möchtest – das ist dein gutes Recht.

Krisen

Wenn's dir gerade richtig schlecht geht

Krisen gehören manchmal zu schwierigen Lebensphasen dazu – du musst da nicht allein durch. Wenn du bei uns betreut wirst, erreichst du uns in Notfällen über unsere telefonische Rufbereitschaft.

Auch sonst gibt es Menschen, die für dich da sind: Bei der „Nummer gegen Kummer“ (116 111) kannst du kostenlos und anonym anrufen, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr. In akuten Notfällen wähle den Notruf 112.

Trau dich – wir sind für dich da.

Ruf an oder schreib uns. Gemeinsam finden wir raus, was dir hilft.

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